Alarmierung

A l a r m i e r u n g

 


Bis zum Ende der neunziger Jahre wurde die Freiwillige Feuerwehr Lauenburg über die Sirene alarmiert.


Die insgesamt 14 Sirenen waren über das gesamte Stadtgebiet verteilt und auf den Dächern von Schulgebäuden, öffentlichen Einrichtungen und Wohnhäusern installiert.

Die Alarmierung der Feuerwehr bekamen die Bürger auf diese Art und Weise unfreiwillig zu hören. Allerdings wußten auch alle Einwohner, dass jeden Moment die freiwilligen Helfer zum Feuerwehrgerätehaus eilen würden.
 

 

Sirene.mp3



Pageboy.wav

 


Da es leider immer noch einige Standorte in Lauenburg gab an denen die Sirenenalarmierung kaum wahrnehmbar war, wurden Mitte der Neunziger Jahre zusätzlich 20 Funkmeldeempfänger beschafft.

Kameradinnen und Kameraden die die Sirenen nicht wahrnehmen konnten und tagsüber erreichbar waren wurden mit den "Piepern" ausgestattet.

Mit den Funkmeldeempfängern wurde erstmals auch eine Unterteilung der Alarmierung eingeführt. So wurde bei kleineren Einsätzen auf die Alarmierung per Sirenen verzichtet und lediglich eine Auslösung der Meldeempfänger durchgeführt.
 


Hierzu muss erwähnt werden, dass die Alarmierung der Funkmeldeempfänger, als auch der Lauenburger Sirenen stehts durch das ständig besetzte Gerätehaus erfolgte.

Lauenburg war eine der letzten ständig besetzten Feuerwehren, in denen es einen Bereitschaftsdienst gab.

Im K-Zentrum an der Reeperbahn waren nicht nur die Organisationen (Feuerwehr, Rettungsdienst, DRK Ortsverein und Technisches Hilfswerk) untergebracht, sondern es gab auch einen Anbau mit fünf Wohnungen. Die Wohnungen waren aufgeteilt auf 2 Dienstwohnungen für den hauptamtlichen Rettungsdienst und 3 für die Feuerwehr.
 

 

 


Werktags wurde der Bereitschaftsdienst durch den hauptamtlichen Gerätewart und Hausmeister wahrgenommen. Ab 15:30 Uhr wurde dann die Bereitschaft durch eine der drei im Nebengebäude wohnenden Kameraden übernommen.

Bis zum nächsten Werktag um 07:00 Uhr mußte der jeweils Diensthabende ständig in der Dienstwohnung erreichbar sein. Am Wochenende erstreckte sich der Bereitschaftsdienst sogar von Freitag 15:30 Uhr bis Montag 07:00 Uhr.

Die drei Familien führten die Bereitschaften jeweils im wöchentlichen Wechsel durch. Alle drei Wochen traf es somit den hauptamtlichen Gerätewart (der ebenfalls in einer Dienstwohnung wohnte) und es hieß eine Woche 24 Stunden Bereitschaftsdienst zu tätigen.
 


Die Dienstwohnungen selbst waren entsprechend ausgestattet. Die in der Einsatzzentrale installierte Brandmeldeanlage, an der 10 Lauenburger Firmen und Betriebe angeschlossen waren, wurde in die jeweils bereitschaftshabende Dienstwohnung durchgeschaltet.

Auch die Sirenenauslösung und das Öffnen der Türen des Gerätehauses erfolgte direkt aus den Dienstwohnungen.

Zudem liefen Anrufe der damaligen Rettungsleitstelle in Ratzeburg bzw. von Sicherheitsdiensten einzelner Objekte in den Dienstwohnungen auf.
 

 

 

Quattro 98S 01

Quattro 98S 02

Quattro 98S 03

Quattro 98S 04

Quattro 98S 05

Quattro 98S 06

Quattro 98S 07

Quattro 98S 08

 


Mit Einführung der "stillen Alarmierung" im Jahre 2000 wurde der Bereitschaftsdienst aufgehoben. Die Feuerwehr Lauenburg bekam 90 Funkmeldeempfänger für die Alarmierung der Einsatzkräfte und die Sirenenalarmierung wurden lediglich für die Übergangszeit parallel durchgeführt.

Die Führungskräfte der Lauenburger Wehr wurden mit den Funkmeldeempfängern Swissphone Quattro 98S ausgestattet. Diese Generation ließ die Programmierung für 8 Alarmschleifen und einen Sprachspeicher zu.

Die Mitglieder der FF Lauenburg bekamen den Swissphone Quattro 96. Dieser Meldeempfänger konnte mit 4 Alarmschleifen belegt werden und beinhaltete keinen Sprachspeicher.
 


Aufgrund der Möglichkeit den Meldeempfängern mehrere Alarmschleifen zuzuweisen, wurde die Alarmordnung neu angepasst. Es wurden vier Alarmschleifen gebildet.

Das Konzept bewährte sich allerdings nur knapp 4 Jahre und somit wurde 2005 die Alarmierungsordnung neu aufgestellt und auf drei Alarmschleifen reduziert.

Die Alarmierung der Feuerwehr Lauenburg erfolgt heute von der Regionalleitstelle Süd (IRLS Süd) mit Sitz in Bad Oldesloe.

Die Sirenen werden lediglich für den jährlichen Probealarm im Rahmen des Bevölkerungsschutzes im 25km Radius um das Kernkraftwerk Krümmel in Anspruch genommen.
 

 

Quattro 96 01

Quattro 96 02

Quattro 96 03

Quattro 96 04