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Funkübung Sonderlagenmodul

Schon vor mehreren Wochen begannen die Vorbereitungen für eine größere Funkübung der Feuerwehr Lauenburg und umliegenden Gemeinden. Ziel war es als erster Meldekopf im Kreis Herzogtum Lauenburg das Sonderlagenmodul der Leitstellensoftware Cobra 4 zu testen. Am Freitagabend trafen sich eigens dafür neben dem Kreisbrandmeister und dem Stellvertreter auch die Verantwortlichen Feuerwehren. In einem Vortrag berichtete Disponent Sven Meyer, welcher die Übung ausgearbeitet hatte über das Vorhaben. Zunächst beschrieb er aber die grundsätzlichen umfangreichen Aufgaben der IRLS Süd in Bad Oldesloe sorgte damit für überraschte Gesichter. Keiner der 12 Anwesenden hatte sich zuvor das Ausmaß bei einer Flächenlage ausgemalt. Das Verständnis sowie das Interesse an Lösungen waren groß.

Am Samstagmorgen begann dann pünktlich um 9 Uhr die Funkübung an der Feuerwache Lauenburg. Kai Lichte von der IRLS Süd begrüßte die fünf Feuerwehren, welche an der Übung teilnahmen. Zuvor hatten zwei Mitglieder der Wehr seit den frühen Morgenstunden die Einsatzstellen vorbereitet. 50 davon waren in der Stadt und umliegenden Gemeinden verteilt. Jede beschrieb eine eigene Situation, neben dem Sprechfunk wurde auch die Zusammenarbeit gestärkt. Der Meldekopf an der Feuerwache wurde zunächst von einem Disponenten der Leitstelle übernommen, er führte zwei Mitglieder der Lauenburger Wehr in die Arbeit ein, bis sie schließlich eigenständig die Disposition übernehmen konnten. Im Ernstfall melden Anrufer über die 112 bei der Leitstelle ihre Schadenslage. Die Leitstelle kann dann über das Sonderlagenmodul die Einsätze an den örtlichen Meldekopf überstellen. Ausgebildete Einsatzkräfte kümmern sich dann um die Vergabe an die Einsatzmittel. „Eine zukunftsweisende Funktion, welche uns mit der Einführung von Cobra 4 angepriesen wurde“ Erklärt Lauenburgs Wehrführer Lars Heuer. „Bislang gab es bei größeren Unwettereinsätzen eine Zettelwirtschaft, die sehr personal aufwendig war. Nun können Statuszeiten und Meldungen zum Einsatz direkt erfasst werden“ so Heuer weiter. Neben einem Blitzeinschlag in einem Mehrfamilienhaus rückten die Feuerwehren vor allem zu vollgelaufenen Kellern aus. Auch umgestürzte Bäume forderten die Kräfte immer wieder. „An den Einsatzstellen suchten wir die zuvor aufgehängten Zettel und forderten anschließend gegebenenfalls benötigte Einsatzmittel nach“ erklärt Fahrzeugführer Florian Lüttge von der Feuerwehr Buchhorst. „Wir brauchten bei einer abgebrochenen Baumkrone in Buchhorst beispielsweise die Drehleiter, auf welche wir dann an der Einsatzstelle gewartet haben“ Erklärt der Wehrführer. Bei der Nachbesprechung bei Fleisch und Wurst vom Grill lobte Amtswehrführer Thomas Netz vor allem die gute Zusammenarbeit der Amtswehren mit der Nachbarwehr Lauenburg. „In der heutigen Übung wie auch im Ernstfall ist aufeinander verlass“ erklärt der Hauptbrandmeister. Am frühen Nachmittag traten die Wehren dann wieder die Heimreise an.