Atemschutz
Atemschutzgeräteträger
Ein Atemschutzgeräteträger (AGT) bei der Feuerwehr ist eine speziell ausgebildete und gesundheitlich geprüfte Einsatzkraft, die umluftunabhängige Atemschutzgeräte (meist Pressluftatmer) trägt. Sie dringen in rauchgefüllte oder giftige Atmosphären vor, um Brände zu bekämpfen, Menschen zu retten oder technische Hilfeleistungen zu erbringen.
Der Inbegriff der Feuerwehr sind die Atemschutzgeräteträger. Die Frauen und Männer, die ins Feuer oder in atemgefährdende Bereiche gehen, durchlaufen eine spezielle Ausbildung. Nach der Grundausbildung und den weiterführenden Lehrgängen, Truppmann und Sprechfunk, benötigen die Kräfte eine 24 Stunden umfassende Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger. Zuvor ist die gesundheitliche Untersuchung bei einem Arbeitsmediziner zwingend erforderlich. Die zumeist körperlich anstrengende Arbeit fordert die Fitness der Frauen und Männer immer wieder auf ein Neues heraus. Das rund 10 kg schwere Atemschutzgerät auf dem Rücken schränkt nicht nur die Beweglichkeit ein, sondern sorgt auch für zusätzliche Anstrengungen. In der Flasche von dem Atemschutzgerät befindet sich komprimierte Atemluft, diese Frischluft wird über eine Schlauchleitung in die Atemschutzmaske geführt. Umluftunabhängig können so Arbeiten in dichtem Brandrauch oder in gefährlichen Gasen durchgeführt werden. Um die Belastungen im Einsatz auszustehen und den Umgang mit dem komplexen System zu vertiefen, treffen sich die Atemschutzgeräteträger regelmäßig, um den Einsatz zu trainieren. Vom Einsetzen eines Rauchschutzvorhang, um eine Rauchgrenze an einer Wohnungstür zu setzen, bis zum Öffnen einer Wohnungstür mittels Brechwerkzeug wird alles geprobt. Der richtige Umgang mit dem Hohlstrahlrohr ist genauso wichtig wie das Verhalten bei einem Atemschutznotfall.
Ziel der Fachgruppe „Atemschutz“ ist es, die Einsatzkräfte bestmöglich auszubilden, damit sie in körperlichen und psychischen Stresssituationen, auf fundiertes Fachwissen und einstudierte Abläufe zurückgreifen können.
