Führungsunterstützung

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Führungsunterstützung

Eine Führungsunterstützungsgruppe (FüUstG) bei der Feuerwehr ist eine spezialisierte Einheit, die den Einsatzleiter bei größeren Schadensereignissen oder Unwetterlagen (Flächenlagen) entlastet. Sie übernimmt administrative Aufgaben, koordiniert den Funkverkehr, dokumentiert das Einsatzgeschehen und erstellt eine Lagekarte. Dadurch kann sich der Einsatzleiter auf taktische Entscheidungen konzentrieren.

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Die Führungsunterstützungsgruppe besetzt im Einsatzfall den Einsatzleitwagen (ELW1). Die Hauptaufgabe ist die Koordination der Einsatzkräfte und die Dokumentation des Einsatzverlaufs. Dafür ist der ELW1 mit zwei PC-Arbeitsplätze und umfangreicher Funktechnik ausgestattet. Es können viele verschiedene Funkrufgruppen gleichzeitig geschaltet werden, darunter auch Seefunk, und können so aufgeteilt werden, dass mehrere Einsatzabschnitte gleichzeitig betreut werden können. Des Weiteren führt der ELW zahlreiche Objektpläne mit sich, die während eines Einsatzes helfen können sich in den Gebäuden zu orientieren. Besetzt wird das Fahrzeug mit 4 Kameraden: 2 Operatoren, einem Maschinisten und einer Führungskraft. Die beiden Operatoren bedienen die EDV-Technik. Der Maschinist fährt und kümmert sich um das Aufbauen der zusätzlichen Gerätschaften, wie Stromerzeuger, externer Bildschirm oder dem Vorzelt. Bei Bedarf kann er im Anschluss als Melder für die weitere Erkundung oder als Operator für einen mobilen Arbeitsplatz eingesetzt werden. Die Führungskraft ist in der Regel ein Zugführer und stimmt mit dem Einsatzleiter die taktische Vorgehensweise ab.

Eine weitere Aufgabe ist die Leitung der Amtsführungsstelle für die Stadt Lauenburg und das Amt Lütau. Die Amtsführungsstelle wird immer dann aktiviert, wenn eine größere Flächenlage, wie zum Beispiel ein Unwetter, erwartet wird und davon auszugehen ist, dass eine Vielzahl von Einsätzen anfallen wird. Um die Rettungsleitstelle zu entlasten, werden alle Einsätze per EDV auf den ELW übertragen und von dort aus an die Feuerwehren weitergeleitet. Alle Rückmeldungen von den Einsätzen und Nachforderungen bei größeren Schadensfällen werden durch die Besatzung des ELW1 dokumentiert und disponiert. Somit bleibt die Rettungsleitstelle frei, um die Notfälle annehmen und abarbeiten zu können.

Aktuell besteht die Gruppe aus 12 Kameraden der Lauenburger Wehr. Sie werden unterstützt durch 5 Kameraden aus Feuerwehren des Amtes Lütau (Basedow / Krüzen / Buchhorst). Derzeit trifft sich die Gruppe einmal im Quartal zu Übungs- und Ausbildungsdiensten. Hier lernen und festigen die Mitglieder den sicheren Umgang mit der EDV-Technik und üben die Abarbeitung von Einsätzen und Flächenlagen.