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FeuerKrebs bei der Lauenburger Feuerwehr

Zum ersten Dienst im Jahr 2019 hatte die Lauenburger Feuerwehr gleich mehrere Gäste. Neben Vertretern der Fraktion war auch der Bürgermeister Andreas Thiede gekommen. Grund war der Besuch durch Marcus Bätge von „Feuerkrebs“. Mit seiner Initiative, die 2014 gegründet wurde reist er durch das Land um Feuerwehrangehörige auf die Gefahren im Einsatzdienst aufmerksam zu machen. Der Hamburger Berufsfeuerwehrmann verfolgt das Thema bereits seit langer Zeit, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kameradinnen und Kameraden die Augen zu öffnen. „Bei einem Brand einer Lagerhalle steht für jeden fest, dort lauern Gefahren!“ erklärt Bätge. „Aber das bei einem brennenden Mülleimer über 1000 verschiedene Stoffe im Brandrauch stecken verkennen viele“ so Bätge weiter. Die Gefahren lauern nicht nur für Atemschutzträger, die im Einsatzfall in Brandwohnungen oder an erster Linie arbeiten. Auch alle anderen Einsatzkräfte sind betroffen. Etwa beim aufräumen, wenn sie mit den kontaminierten Schläuchen und Geräten in Kontakt kommen. „Die Rußschicht, auf dem Helm, welche die Erfahrung wiederspiegeln soll, ist schon lange nicht mehr Cool“ unterstreicht der Referent. Auf den modernen Schutzhelmen brennt sich schon lange nichts mehr fest. Werden die Abgesetzten Stoffe nicht entfernt, spült sie der Regen beim nächsten Unwetter Einsatz ab. Das kontaminierte Regenwasser läuft über den Nacken schließlich auf die Haut. Eine 400fach erhöhte Aufnahmekraft für diese giftigen Stoffe hat die Haut bei Anstrengung, was vielen anwesenden Mitgliedern so nicht bewusst war. Nach rund 1,5 Stunden war der Vortrag beendet, zurück blieben begeisterte Mitglieder der Lauenburger Wehr, die nun sensibler mit dem Thema Einsatzstellen Hygiene umgehen werden.

Wir bedanken uns bei Marcus Bätge und FeuerKrebs