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008-010/2019 FEU 2 - Dachstuhlbrand

Einsatzbeschreibung: 

In der Nacht zu Dienstag kam es zu einem Großfeuer in der Lauenburger Innenstadt. Ein leerstehendes Fachwerkhaus, das vielen Lauenburgern als Restaurant bekannt war brannte lichterloh. Zahlreiche Anrufe erreichten die Integrierte Regionalleitstelle Süd in Bad Oldesloe, die daraufhin die Lauenburger Feuerwehr zunächst unter dem Stichwort "Feuer Groß" alarmierte. Wenig später traf Wehrführer Lars Heuer an der Einsatzstelle ein. Meterhohe Flammen schlugen aus dem Dachstuhl des Hauses an der Hamburger Straße. Rasch trafen auch weitere Fahrzeuge des Löschzuges ein. Die Drehleiter wurde in Stellung gebracht und mit Wasser versorgt. Über zwei Wenderohre und zwei Leitungen im Innenangriff wurden die Flammen eingedämmt. Jedoch musste der Innenangriff wenig später abgebrochen werden, da die Lehmdecken instabil wurden. Zur Unterstützung mit weiteren Atemschutzgeräteträgern forderte der ELW wenig später die Feuerwehren aus Buchhorst und Schnakenbek an und erhöhte das Stichwort auf "Feuer 2". Nachdem die Flammen gelöscht waren, galt es die Glutnester aufzuspüren und abzulöschen. Hierzu rückte die Geesthachter Wehr mit einer zweiten Drehleiter an. Um alle Glutnester zu erreichen rückte auch ein Bagger einer örtlichen Baufirma an, und riss Teile des Gebäudes ab. Die Löscharbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden an.
Wie es zum Brandausbruch kam, ermittelt nun die Polizei.

Update:
Am Morgen rückte der Löschzug noch einmal zur Brandruine aus, die Polizei meldete eine zunehmende Rauchentwicklung aus dem Dachstuhl des Gebäudes. Mit der Drehleiter wurden die Trümmer erneut abgelöscht, nach 30 Minuten war der Einsatz wieder beendet.

Update 14. Januar:
Am Montagvormittag kam die Drehleiter im Rahmen der Amtshilfe erneut zum Einsatz an der Brandruine. Die Kriminalpolizei benötigte zur Begutachtung der Brandstellen die Unterstützung der Feuerwehr. Mit der Drehleiter konnte die Beamtin Details aus nächster nähe fotografieren. An ein betreten des Gebäudes ist nach dem Brand nicht zu denken. Zu groß wäre die Gefahr, das die stark beschädigte Decke einbricht.

LN Online

Fotos: Timo Jann - Lauenburgische Landeszeitung, Feuerwehr Buchhorst, Feuerwehr Lauenburg