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169/2018 FEU G X R3 - Starke Rauchentwicklung

Einsatzbeschreibung: 

Erneut wurde die Feuerwehr am Montagnachmittag in das Lauenburger Industriegebiet alarmiert. Diesmal hatten Mitarbeiter die Feuerwehr über den Notruf alarmiert. Aus einem Mischbehälter drang bis zu 200°C heißer Öldampf sowie flüssiges Öl aus und ergoss sich in der Werkhalle. Der Angriffstrupp vom ersten HLF war sofort einsatzbereit, nachdem er sich schon auf der Anfahrt mit Atemschutzgeräten ausrüstete. Mit säurebeständigen Gummistiefeln ging er nach einer Einweisung von Fahrzeugführer und Betriebsleiter in den Gefahrenbereich vor. Eine dichte Dampfwolke stieg aus der Werkhalle, und erschwerte zudem auch die Arbeit im Inneren. „Mehrere Ventile mussten abgedreht werden, was sich jedoch durch den massiven Austritt von heißem Dampf schwierig gestaltete“ erklärt Angriffstruppführer Timo Naujoks. „Mit der Wärmebildkamera konnten wir die Austrittstelle dann erkennen und das erste Ventil abdrehen“ erklärt Naujoks weiter. Schließlich kam ein zweiter Trupp zum Einsatz. Mit einer Verlängerung gelang ihnen das Schließen des zweiten Ventils, so dass das Austreten des Mediums gestoppt werden konnte. Der Sicherungstrupp der Buchhorster Feuerwehr stand am für den Brandschutz bereitgestellten Verteiler bereit. Schließlich konnte die Werkhalle mit Überdruckbelüftern rauchfrei gemacht werden. Das Ausmaß wurde deutlich. In einer Senke der Halle sammelten sich mehrere tausend Liter Öl mit einer Temperatur von immer noch über 60°C. Der LZG begann mit seinen Maßnahmen und brachte eine Spezialpumpe zum Umfüllen von Gefahrstoffen in Stellung. Bis in die Nacht zogen sich die Maßnahmen an der Einsatzstelle hin. Bis etwa 21 Uhr blieb das HLF zur Sicherstellung des Brandschutzes vor Ort. KdoW, ELW und Erkunder blieben noch rund 1,5 Stunden länger an der Einsatzstelle, welche schließlich dem Betriebsleiter und einer Spezialfirma übergeben wurden. Mitarbeiter und Anwohner wurden zu keiner Zeit gefährdet. Das massive Kräfteaufgebot ist eine Vorsichtsmaßnahme, da es sich bei dem Betrieb um einen von insgesamt zwei Störfallbetrieben in Herzogtum Lauenburg handelt.

Fotos: Timo Jann - Lauenburgische Landeszeitung