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Gruppenführer

Für den Zusammenhalt in der Gruppe stehen die Gruppenführer. Dienstabende werden ausgearbeitet, Aus- und Fortbildungen geplant und organisiert. Auf Gruppenfesten wird die Gemeinschaft gestärkt, so werden Ausflüge an die Ostsee, Kanutouren in Niedersachsen oder Grillabende organisiert. Der Gruppenführer steht also für das WIR in einer großen Wehr. Im Einsatzfall hat der Gruppenführer das Sagen auf einem Löschfahrzeug, er sitzt vorne rechts und hat im Einsatzfall eine blaue Weste mit der Aufschrift: „Fahrzeugführer“ an. Kleinere Einsatzlagen wie „Notfall Tür verschlossen“, Kleinbrände oder andere Hilfeleistungen arbeitet er mit seiner Mannschaft selbständig ab. Wird die Einsatzlage größer, bekommt er seine Aufträge vom übergeordneten Zugführer.
Gruppenführer kann jeder mit ausreichender Erfahrung werden, bestimmte Lehrgänge an der feuerwehrtechnischen Zentrale in Elmenhorst sind Voraussetzung, um zum zweiwöchigen Lehrgang nach Harrislee zu kommen. Dort werden unter anderem Einsatztaktiken, Baukunde und Gefahrenlagen gelehrt. In praktischen Beispielen muss der zukünftige Gruppenführer sein theoretisch Erlerntes in die Praxis umsetzen und schließlich auch in einer schriftlichen Prüfung unter Beweis stellen.

Ein Lauenburger durch und durch leitet die 1. Gruppe. Andreas Rogge ist als Sohn eines Feuerwehrmannes früh in die Fußstapfen seines Vaters getreten. Seit 1987 ist Rogge in der Lauenburger Wehr, zunächst als Mitglied in der Jugendfeuerwehr, vermittelt er heute gemeinsam mit Dirk Bollhorn Brandschutzerziehung und Aufklärung. Zudem ist er Mitglied des vierköpfigen Teams, welches die Webseite betreut. Mit administrativen Kenntnissen, welche er von seinem Beruf beim Wasser- und Schifffahrtsamt mitbringt, hält er die Webseite am Laufen. Seit 2012 ist Andreas Rogge zudem stellvertretender Zugführer des 1. Zuges. Er ist auch Ansprechpartner für den vorbeugenden Brandschutz in Lauenburg, so betreut Rogge die Brandmeldeanlagen und Feuerwehrpläne seitens der Feuerwehr.

Modernste Technik, schwere Maschinen und die Faszination Feuerwehr begleiten Dirk Bollhorn schon seit mehreren Jahrzenten. Das Oberhaupt der 2. Gruppe ist seit 2010 im Amt und bringt aus seinem Beruf umfangreiches, technisches Know-how mit. Er ist als Mitarbeiter der Straßenmeisterei den Umgang mit schwerem Gerät, wie zum Beispiel dem Motortrennschleifer, geübt. Als einer von zwei Brandschutzerziehern der Feuerwehr dürfte Dirk Bollhorn vielen Kindern bekannt sein. Ob in Kindergärten, Schulen oder Firmen, er zeigt gemeinsam mit Andreas Rogge die richtige Vorsicht beim Umgang mit Feuer und elektrischen Geräten.

Nach dem Eintritt in die Feuerwehr Lauenburg führt einer der ersten Wege zu Jan-Hendrik Junge. Der 1998 in die Lauenburger Wehr Eingetretene ist neben seinem Amt des Gruppenführers der 3. Gruppe auch Herr über Helme, Jacken und Hosen. In der Kleiderkammer rüstet er die neuen Mitglieder aus, tauscht defekte oder zu groß gewordene Jacken und Hosen. Als Schichtführer in Norddeutschlands größter Futtermühle ist Junge verantwortlich für Arbeitsabläufe und mehrere Mitarbeiter. Das Auftreten vor einer Mannschaft ist er gewohnt und kann Probleme routiniert lösen.

Konstrukteur Uwe Baar ist ein Urgestein der Feuerwehr. Seit 1985 ist er aktiv dabei, seit 2012 im Amt des Gruppenführers der 4. Gruppe. Umfangreiche Materialkenntnisse und technisches Verständnis, welches Uwe Baar von seinem Beruf mitbringt, kommen im Einsatzfall zum Tragen. So kennt er sich mit Materialien aus, welchen man im Alltag womöglich seltener begegnet.
Bei der Freiwilligen Feuerwehr sind alle Berufe gefragt. So vielfältig wie die Aufgaben der Feuerwehr, so vielfältig wird auch das Fachwissen der Mitglieder gebraucht. Zum Beispiel werden Einsätze vom Fachlageristen über den Industriemechaniker bis hin zum Verkehrspiloten gemeinsam abgearbeitet.

Kommt ein Feuerwehrmann mal in das gehobene Alter, so wird er noch lange nicht auf die Bank gesetzt. Bernd Bollhorn hält die 5. Gruppe auf Trab. Zuständig für die Boote und die Ölwehr kümmern sich die Männer um alles, was auf dem Wasser passiert. Erfahrene Bootsführer wie Bollhorn fahren mit dem modernen Rettungsboot auf der Elbe, weisen jüngere Mitglieder darauf ein und geben ihre Erfahrung weiter.
Fragt man die fünf nach ihrem Beweggrund, warum jeder Einzelne mal zur Feuerwehr gegangen ist, sind die Aussagen alle gleich: „Auf der Suche nach einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung bin ich zur Feuerwehr gekommen. Mir gefällt es, anderen helfen zu können, wenn sie Hilfe brauchen.“