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Zugführer

Um große Einsatzlagen strukturiert und optimiert abzuarbeiten, ist es wichtig, Aufgaben zu verteilen. Es müssen zahlreiche Löschfahrzeuge koordiniert und optimal eingesetzt werden.
Im Einsatzfall hat meist der Wehrführer die Einsatzleitung. Er verschafft sich eine Übersicht der Lage und teilt den Zugführern die weiteren Schritte mit. Diese setzen dann gezielt die einzelnen Fahrzeuge ein, halten Rücksprache mit den Fahrzeugführern und setzen die Befehle der Einsatzleitung um. Die Zugführer rücken mit dem KdoW (Kommandowagen) oder dem Einsatzleitwagen aus und sind so flexibel und vor allem schnell vor Ort. Treffen dann die ersten Großfahrzeuge ein, können diese durch die frühzeitige Erkundung durch die Führung umgehend effektiv eingesetzt werden. Um die Zugführer im Einsatzfall schnell zu erkennen, haben ihre Jacken einen roten Schulterkoller. Auch am Helm sind die Zugführer zu erkennen, zwei rote Streifen übereinander markieren ihre Funktion.

Die verantwortungsvolle Aufgabe setzt ein hohes Maß an Hintergrundwissen voraus, welches beide Zugführer der Lauenburger Feuerwehr auszeichnet. So war Torben Heuer Gründungsmitglied der Jugendfeuerwehr Lauenburg im Jahr 1986. Als Sohn einer Feuerwehrfamilie waren die Wege in das Ehrenamt eigentlich vorbestimmt. Seit 1994 übernimmt Torben Heuer Führungsaufgaben in der Feuerwehr, zunächst als stellvertretender Gruppenführer der 1. Gruppe. Bis 2011 absolvierte er schließlich alle Lehrgänge, um die Führung des ersten Löschzuges zu übernehmen. Beruflich arbeitet Heuer bei der Stadt Geesthacht als Diplom-Verwaltungswirt (FH). Das Ehrenamt ist ein Teil seines Lebens und nicht mehr weg zu denken.

Auch Florian Grundmann ist seit seiner Jugend in der Feuerwehr. Ursprünglich aus Bienenbüttel im Landkreis Uelzen (NI) stammend, kam er durch Freunde auf das Hobby. Nach anfänglicher Skepsis war er schnell überzeugt, wurde 1994 in seinem Heimatort sogar zum Gruppenführer gewählt und ausgebildet. 2003 verschlug es ihn dann nach Lauenburg. Dass er sich hier auch wieder ehrenamtlich engagiert, war für ihn selbstverständlich. Über die Jahre qualifizierte er sich in zahlreichen Lehrgängen und war von 2004-2011 stellvertretender Jugendwart der Lauenburger Jugendfeuerwehr. Seit 2008 übt er das Amt des Zugführers zunächst als Stellvertreter, seit 2012 dann als Führungskraft des 2. Zuges aus. Beruflich ist Grundmann Bäcker, arbeitet in einem großen Betrieb für die Lebensmittelindustrie und ist durch die nächtliche Arbeitszeit oft dann zuhause, wenn alle Anderen arbeiten sind. Die Tagesverfügbarkeit ist bei Freiwilligen Feuerwehren oft stark eingeschränkt. Viele Mitglieder verlassen zum Arbeiten tagsüber die Stadt, wodurch wir auf Schichtarbeiter zählen!